Hamburg Marathon 2026 – Ein Wochenende, das uns noch lange tragen wird

Der erste Wettkampf des Laufjahres 2026 – und Hamburg hatte sich dafür etwas ganz Besonderes vorgenommen. Nicht nur für die Stadt war es ein großer Tag, sondern auch für uns. Ein Wochenende voller Überraschungen, Emotionen, Teamgeist und dieser ganz eigenen Magie, die nur ein Marathon entfalten kann.

Ein Start mit Hindernissen – und einem Team, das zusammenhält

Eigentlich sollte alles entspannt beginnen. 09:00 Uhr Abflug in Zürich, genug Zeit für Startunterlagen, Hotel, Pasta. Doch als die Nachricht kam, dass unser Flug auf 14:30 Uhr verschoben wurde, war klar: Das wird ein Wettkampf, bevor der eigentliche Wettkampf überhaupt beginnt. Der Flug selbst war etwas turbulent, aber sicher. Und als wir endlich in Hamburg landeten, gab es keine Pause. Gepäck schnappen, rein in die U‑Bahn, direkt Richtung Messe. Die Uhr lief – und wir liefen mit. Doch wir schafften es. Gemeinsam. Und genau das sollte der Ton für das gesamte Wochenende werden.

Ein Hotel wie ein Wahrzeichen – der Wasserturm von Hamburg

Unser Zuhause für die nächsten drei Tage: das Mövenpick Hotel Hamburg. Ein ehemaliger Wasserturm, der heute wie ein stiller Riese über der Stadt thront. Schon beim Betreten spürte man, dass dieser Ort Geschichte hat – und dass wir hier unsere eigene schreiben würden. Check‑in, Taschen abstellen, einmal tief durchatmen. Dann ging es direkt weiter zur Messe, wo wir gerade noch rechtzeitig unsere Startunterlagen in den Händen hielten. Ein Moment, der jedes Mal Gänsehaut auslöst: Dieses dünne Stück Papier, das plötzlich so viel Bedeutung bekommt.

Pasta, Lachen, Vorfreude – der Abend vor dem großen Tag

Der Abend führte uns ins Ristorante Pomanti. Pasta, gute Gespräche, viel Lachen – und dieses leise Kribbeln, das nur Läufer kennen. Die Mischung aus Vorfreude, Respekt und der Frage: Bin ich bereit? Zurück im Hotel bereitete jeder seine eigenen kleinen Rituale vor. Schuhe, Gels, Kleidung. Alles lag bereit. Und doch wusste jeder: Der wahre Kampf beginnt erst morgen.

Der Marathonmorgen – kalt, früh, magisch

6 Uhr Frühstück. Draußen noch dunkel, drinnen gespannte Ruhe. Jeder wusste, was auf dem Spiel steht. 42,195 Kilometer durch eine der schönsten Städte Deutschlands – und durch die eigene mentale Landschaft. Um 08:30 Uhr fiel der Startschuss. Und als ob Hamburg uns willkommen heißen wollte, brach genau in diesem Moment die Sonne durch. Ein goldener Start in einen langen Tag.

42 Kilometer Hamburg – eine Stadt, die uns trägt

Die Strecke war eine Sightseeing‑Tour im Laufschritt:

  • Reeperbahn
  • Elbchaussee
  • Landungsbrücken
  • Elbphilharmonie
  • Hafencity
  • Speicherstadt
  • Wallringtunnel
  • Jungfernstieg
  • Außenalster
  • Ohlsdorf
  • Dammtor
  • Planten un Blomen

Jeder Abschnitt hatte seinen eigenen Rhythmus, seinen eigenen Klang. Mal laut, mal leise. Mal getragen von jubelnden Zuschauern, mal begleitet vom eigenen Atem.

Und dann, nach all den Kilometern, nach all den Höhen und Tiefen, kam sie: die Karolinenstraße. Der rote Teppich. Das Zieltor. Die Gratulationen. Die Erleichterung. Die Freude. Die Tränen. Eine Zielverpflegung, die uns wieder zum Leben erweckte. Und Leistungen, die uns stolz machten. Besonders der 3. Platz in der Altersklasse für STS‑Runningconcept – ein Moment, der uns alle berührte.

Feiern, genießen, ankommen – der Abend danach

Zurück im Hotel: Duschen, kurz ausruhen, durchatmen. Dann ging es ins legendäre Panthera Rodizio – ein Erlebnis für sich. Fleisch, das direkt vom Spieß serviert wird, so lange man möchte. Ein Fest für Körper und Seele nach einem Marathon.

Der Abend klang in der Hotelbar aus. Zufriedenheit. Erschöpfung. Glück.

Montag – Hamburg zeigt sich von oben

Am nächsten Morgen stand noch ein kleines Abenteuer an. Wir erklommen den Hamburger Bunker und genossen die Aussicht vom Dachgarten – ein Moment der Ruhe über einer pulsierenden Stadt.

Danach ging es mit der Hafenfähre zur Elbphilharmonie, weiter zur Außenalster und schließlich in die Innenstadt. Das Abendessen im vietnamesischen Restaurant Ukitchen war ein Genuss, bevor wir den Tag in einer Rooftop‑Bar mit Cocktails ausklingen ließen. Und weil Hamburg ohne Reeperbahn nicht komplett ist, gönnten wir uns auf dem Rückweg noch ein Bier im legendären Silbersack.

Dienstag – Abschied mit einem Lächeln

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück hieß es Koffer packen. Mittagsflug zurück nach Zürich. Und dann trennten sich unsere Wege – aber jeder nahm etwas mit nach Hause: Erinnerungen, Stolz, Geschichten und dieses warme Gefühl, Teil von etwas Besonderem gewesen zu sein.

Ein Wochenende, das bleibt

Hamburg 2026 war mehr als ein Marathon. Es war ein Erlebnis. Ein Teammoment. Ein Kapitel, das uns noch lange begleiten wird.

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